Informationen zum Coronavirus


Das neuartige Coronavirus ist genetisch eng mit SARS-Virus verwandt. Es handelt sich um Viren, die grundsätzlich sowohl Tiere als auch Menschen infizieren können. Auch eine Mensch-Mensch-Übertragung ist grundsätzlich möglich. Im Saarland wurde bisher ein Fall bestätigt. Das Robert-Koch-Institut schätzt aktuell die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland als hoch ein.

Um auf einen möglichen bestätigten Coronavirus-Fall im Landkreis St. Wendel bestmöglich vorbereitet zu sein, hat Landrat Udo Recktenwald den „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ (SAE) einberufen. Dieser setzt sich unter anderem aus Vertretern der Verwaltung, Fachberatern, der Polizei und des Marienkrankenhauses St. Wendel zusammen. Der SAE legt in enger Abstimmung mit den Kommunen, weiteren Einrichtungen wie dem saarländischen Gesundheits- und Bildungsministerium oder der Uni-Klinik Homburg regelmäßig Ablaufszenarien und Handlungspläne fest.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie hat eine saarlandweite Telefon-Hotline für Fragen zum Corona-Virus eingerichtet: Tel. (0681) 5014422. Hier können sich Bürger werktags zwischen 9 und 15 Uhr melden. E-Mail: lagezentrum(at)soziales.saarland.de.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat Erklärvideos zum Coronavirus online eingestellt. Die Informationen werden regelmäßig aktualisiert: https://bzga-k.de/corona-faq-videos.

Informationen zum Coronavirus des Robert-Koch-Institutes

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus des Robert-Koch-Institutes

 


Infotelefon zum Coronavirus

Der Landkreis St. Wendel hat ein Infotelefon zum Coronavirus eingerichtet: Tel. (06851) 8015555.

Bürgerinnen und Bürger können sich montags bis freitags, 8 bis 16 Uhr, über das Coronavirus informieren. Das Infotelefon des Landkreises dient der allgemeinen Information, bei Symptomen oder Verdachtsfällen ist vorrangig der Hausarzt telefonisch zu kontaktieren.

Außerhalb der Zeiten des Infotelefons des Landkreises steht die saarlandweite Telefon-Hotline des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zur Verfügung: Tel. (0681) 5014422.



Infotelefon zu den Schulschließungen

Der Landkreis St. Wendel hat ein Infotelefon für alle, die von den von der Landesregierung verordneten Schulschließungen betroffen sind, eingerichtet: Tel. (06851) 801-6666. Betroffenen erhalten hier von Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr, Informationen.


Häufig gestellte Fragen

Seit dem 10. März ist das Infotelefon des Landkreises St. Wendel zum Coronavirus geschaltet. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen dieses Angebot, um sich zu informieren. Antworten auf Fragen, die häufig gestellt werden:

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?

Beachten Sie die allgemeinen Hygienetipps: häufiges und gründliches Händewaschen, Berührungen nach Möglichkeit vermeiden, in die Armbeuge oder ein Taschentuch husten und nießen, Abstand halt (mindestens 1,5 m), auf Händeschütteln verzichten, Menschenansammlungen meiden. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Institutes: www.rki.de.

Wie lange dauert es, bis ein Testergebnis vorliegt?

Da die Virologie der Uni-Klinikums Homburg momentan viele Abstriche bearbeiten muss, dauert es zwei bis drei Werktage, in Einzelfällen vielleicht länger.

Was bedeutete verordnete häusliche Quarantäne?

Die häusliche Quarantäne wird angeordnet. Dieser Anordnung des Gesundheitsamtes ist unbedingt Folge zu leisten, die Missachtung stellt eine Straftat dar!
Der Ablauf ist gemeinhin so: Die Quarantäne wird mündlich ausgesprochen und hat damit auch sofort Rechtsgültigkeit. Innerhalb von 2 bis 3 Tagen kommt ein Bescheid von der jeweils zuständigen Ortspolizeibehörde. Darin ist alles explizit erläutert.

Während der angeordneten häuslichen Quarantäne darf die betreffende Person ihre Wohnung oder ihr Haus nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen. Zweimal täglich die Körpertemperatur messen, ein Tagebuch führen, in dem sie Symptome, Körpertemperatur, Aktivitäten und Kontakte zu anderen Personen der vergangenen Tage führen.
Bei Zuwiderhandlung drohen Zwangsgelder! Zudem sollte die betreffende Person nach Möglichkeit von anderen Haushaltsmitgliedern getrennt werden und natürlich die mittlerweile üblichen Hygienevorschriften einhalten.

Verstöße gegen diese Anordnung werden mit Bußgeldern oder Freiheitsstrafen bis zu 2 Jahren geahndet. Außerdem ist bei Nichtbefolgung der Anordnung, die zwangsweise Absonderung durch Unterbringung in einer geeigneten geschlossenen Einrichtung möglich.
Die Aufhebung der Quarantäne bei einem bestätigten Fall geschieht frühestens 14 Tage nach Symptombeginn und zudem, wenn die Person seit mindestens 48 Stunden symptomfrei ist.

Was bedeutet häusliche Absonderung?

Eine häusliche Absonderung wird empfohlen, nicht angeordnet. Betroffene Personen werden gebeten, nach Möglichkeit ihr Haus/ihre Wohnung nicht zu verlassen, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Beim Auftreten von Symptomen bitte sofort den Hausarzt anrufen!

Kann ich mich im Gesundheitsamt testen lassen?

Nein! Der Hausarzt entscheidet, ob ein Abstrich sinnvoll ist, stellt eine Überweisung aus zu einem der saarländischen Testzentren. Oder: Ein mobiles Team kommt vorbei.

Wie werden die Kontaktpersonen ermittelt?

Ermittelt werden die Kontaktpersonen über die Kontaktdatenlisten der Betroffenen. Die Kontaktpersonen werden kategorisiert und je nach Bedarf entweder unter Quarantäne gestellt oder es wird eine Empfehlung zur häuslichen Absonderung ausgesprochen.

Darf ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer prophylaktisch zum Arzt schicken, um einen Abstrich vornehmen zu lassen?

Nein. Derartige Abstriche werden weder in den Arztpraxen noch dem Gesundheitsamt vorgenommen. Sollte ein Mitarbeiter über die bekannten Symptome (etwa: trockener Husten, Fieber, Schnupfen) klagen oder hatte er in den vergangenen zwei Wochen Kontakt zu einem Erkrankten oder war in einem Risikogebiet, wird dringend empfohlen, dass der Mitarbeiter zu Hause bleibt und seinen Hausarzt anruft. Erst dann wird entschieden, ob und wie ein Abstrich vorgenommen wird. Sofern keine Symptome vorhanden sind, ist ein Abstrich nicht sinnvoll.

Das Infotelefon des Landkreises St. Wendel nennt keine Namen von infizierten Personen! Das Bürgertelefon beantwortet auch keine medizinischen Fragen, hierfür bitte beim Hausarzt anrufen. Ebenso wenig können juristische Fragen geklärt werden. Wir bitten um Verständnis!