Dualisierte/s Berufsgrundbildungsjahr(BGJ) / Berufsgrundschule (BGS) und BGJ-F

Das/die (dualisierte) BGJ/BGS - beide Schulformen sind einjährig - wurde für Schüler/innen geschaffen, die eine allgemeinbildende Schule mit Versetzung nach Klasse 9 (mit oder ohne Hauptschulabschluss) verlassen und noch berufsschulpflichtig sind, keine Ausbildungsstelle gefunden oder keine Berechtigung für eine weiterführende Schule haben. Diese Schulform dient vor allem der Berufsorientierung.

Eine Besonderheit stellt das duale Berufsgrundbildungsjahr für Flüchtlinge (BGJ-F) dar. Hier wird der Unterricht an den Bedürfnissen der jungen Geflüchteten angeglichen. Voraussetzung für eine Ausbildung ist das Beherrschen der Sprache und das Erlernen der Umgangsformen im Betrieb, sowie Arbeitstugenden.

Das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) und die Berufsgrundschule (BGS) können sowohl in schulischer als auch in dualisierter Form absolviert werden. Diese werden im kaufmännischen (nur dual), sozial-pflegerischen und technisch-gewerblichen (2017/2018 nur dual) Zweig der Dr.-Walter-Bruch-Schule angeboten.

Während in der schulischen Form an 5 Tagen in der Woche Unterricht in der Schule stattfindet, ist in dem/der dualisierten BGJ/BGS an 3 bzw. 2 Tagen in der Woche ein Betriebspraktikum vorgesehen. Das Praktikum erstreckt sich über das ganze Schuljahr, mit Ausnahme der Schulferien. Es vermittelt den Schüler/innen Einblicke in die Realität des beruflichen Alltags und gibt den Betrieben die Möglichkeit, Jugendliche nicht nur über die Schulzeugnisse, sondern auch durch ihre praktische Tätigkeit und beruflichen Tugenden kennen zu lernen.

Hauptziele des dualisierten BGJ / BGS sind:

  • Finden einer geeigneten Ausbildungsstelle und Übernahme in ein Ausbildungsverhältnis.
  • Erwerb des Hauptschulabschlusses, sofern dieser noch nicht in der allgemeinbildenden Schule erreicht wurde und Erfüllung der Berufsschulpflicht.

    Erwerb der Berechtigung für weiterführende Schulen zu besuchen

    Hauptziele des dualisierten BGJ-F sind:
     
  • Das Erlernen der deutschen Sprache in Schrift und Sprache, die den Anforderungen der Berufsschule und den betrieblichen Anforderungen standhält
  • Berufsorientierung
  • Praktikumssuche und Übernahme in ein duales Ausbildungsverhältnis
  • Erwerb des Hauptschulabschlusses, sofern dieser noch nicht in der allgemeinbildenden Schule erreicht wurde und Erfüllung der Berufsschulpflicht
  • Erwerb der Berechtigung für weiterführende Schulen zu besuchen

    Die Schüler/innen werden außerdem von einer Sozialpädagogin/einem Sozialpädagogen betreut, die individuelle Hilfestellungen geben und das Praktikum begleiten. Alle Schulformen sollen Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihren Interessenbereich auszutesten und einen passenden Ausbildungsberuf bzw. -betrieb zu finden. Außerdem sollen durch praktische Arbeit und schulischen Unterricht Eigenschaften wie positive Einstellung zu Arbeit, Pünktlichkeit und Engagement sowie fachliche Kenntnisse vermittelt werden.
    Die verschiedenen Fachbereiche spiegeln auch die Ausrichtung auf den späteren Ausbildungsberuf wider:
     
  • Kaufmännischer Bereich: Schüler/innen mit dem Interessenbereich im Verkauf, im Büro, im Fachverkauf, im Lager, in Arztpraxen oder in der Verwaltung.
  • Sozialpflegerischer Bereich: Schüler/innen mit dem Interessenbereich in der Hauswirtschaft/Koch/Köchin und Hotel- und Restaurantfachleute, sowie in der Alten- Kranken- und Kinderpflege.
  • Technisch-gewerblicher Bereich: Schüler/innen mit dem Interessenbereich in Gewerbe und Handwerk. Dort finden sich Schüler/innen wieder, die vom Automobilmechatroniker, über Bäcker und Dachdecker bis hin zum Zerspanungsmechaniker, eine duale Ausbildung anstreben.

    Rahmenbedingungen für alle dualen Schulprojekte:
     
  • Die Praktika können in einem Betrieb über das gesamte Schuljahr abgeleistet werden. In Absprache mit dem Praktikumsbetreuer ist es auch möglich, dass mehr als ein Betrieb in dem jeweiligen Fachbereich „ausprobiert“ wird.
  • Es wird vor jeder Aufnahme zum dualen BGJ/BGS ein Erstgespräch geführt.
  • Das Praktikum ist ab der 2. Schulwoche Pflicht. Es ist sinnvoll, den Betrieb schon in den Schulferien zu suchen. Für Hilfestellung bei der Praktikumssuche rufen Sie bitte den/die zuständigen Ansprechpartner/in an.
  • Ein späterer Wechsel von der dualisierten in die schulische Form ist sehr schwierig und nach einer kurzen Zeit wegen der unterschiedlichen Fächer nicht mehr möglich.
  • Ein Wechsel zwischen den Schulen ist nicht möglich.

Kontakt:

Dualisiertes BGJ, Dr.-Walter-Bruch-Schule St. Wendel                                                   
Kaufmännischer Bereich

Nadine Horras
Mobil: 0172 6850985
Fax: 06851 801-3099
E-Mail: N.Horras(at)lkwnd.de  


 

Dualisiertes BGJ/BGS, Dr.-Walter-Bruch-Schule St. Wendel
Sozial-pflegerischer Bereich

Meike Polzin-Matthei,
Mobil: 0172 6851079
Fax: 06851 801-3099
E-Mail: M.Polzin-Matthei(at)lkwnd.de  


 

Dualisiertes BGJ, Dr.-Walter-Bruch-Schule St. Wendel
Technisch-gewerblicher Bereich

Aline Handal
Mobil: 0172 6851076
Fax: 06851 801-3099
E-Mail: a.handal(at)lkwnd.de


 

BGJ für Geflüchtete, Dr.-Walter-Bruch-Schule St. Wendel
Technisch-gewerblicher Bereich

Maria Rayko
Mobil: 0151 61874086
Fax: 06851 801-3099
E-Mail: m.rayko(at)lkwnd.de


Merkblätter mit den Unterrichtsinhalten und Fächeraufteilung, Anmeldetermine und Anmeldungsformulare finden Sie unter: http://www.dr-walter-bruch-schule.de

 

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