Jugendberufshilfe

Das Gesamtkonzept der Jugendberufshilfe Landkreis St. Wendel wird als Modellprojekt vom saarländischen Arbeitsministerium gefördert, vom Europäischen Sozialfond mitfinanziert und vom Bildungsministerium unterstützt. Seit dem Jahr 2002 setzt die Kommunale Arbeitsförderung das Projekt „St. Wendeler Jugendberufshilfe“ um. Ziel ist es, Jugendlichen den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern. Dabei werden im Rahmen eines präventiven Ansatzes auch Jugendliche unterstützt, die kein Arbeitslosengeld II beziehen.
Die Jugendberufshilfe versucht, Schüler/innen beim Erwerb des Hauptschulabschlusses, bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive und der Suche nach einem Ausbildungsplatz gezielt zu helfen. Insgesamt können rund 200 Schüler/innen in sozialpädagogisch begleiteten Schulklassen an der Dr.-Walter-Bruch-Schule St. Wendel betreut werden. Die Jugendberufshilfe baut auf einem festen Stamm aus Lehr- und Fachkräften in den einzelnen Schulformen auf. Sie sind an den jeweiligen Schulen, aber auch in der Kommunalen Arbeitsförderung-Jobcenter tätig.

Der Flyer Jugendberufshilfe stellt die wichtigsten Informationen zusammen.

Die Jugendberufshilfe besteht aus der Jugendkoordination und der Sozialen Arbeit am Berufsbildungszentrum Landkreis St. Wendel:

  1. Jugendkoordination
    Die Jugendkoordination dient als Anlaufstelle für Jugendliche, Eltern und Akteure am Übergang Schule-Beruf mit der Aufgabe, die Angebote für Jugendliche im Übergang auf Landkreisebene zu koordinieren, zu vernetzen, weiterzuentwickeln und bekannt zu machen.
    Für alle Schüler/innen der Klassenstufen 8 und 9 in den Gemeinschaftsschulen und alle Abgängerinnen und Abgänger der Förderschule L werden pro Schuljahr in insgesamt 3 Förderkonferenzen mit Vertretern der Schule, der Agentur für Arbeit, des Jobcenters und der Jugendhilfe mögliche Förderbedarfe festgestellt und entsprechende Angebote oder Hilfestellungen entwickelt.
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  2. Soziale Arbeit am Berufsbildungszentrum Landkreis St. Wendel
    Diese besteht im Einzelnen aus:

    Werkstattschule
    Schüler/innen der Klassenstufe 6 – 8 der Gemeinschaftsschulen, die ohne Aussicht auf erfolgreichen Abschluss die Regelschule verlassen würden und sich im 8. Schulbesuchsjahr befinden, können die Werkstattschule besuchen. Primäres Ziel ist es, die persönliche Ausbildungs- und Berufsreife zu verbessern, berufliche Perspektiven zu entwickeln und die Chance, den (qualifizierten) Hauptschulabschluss zu erwerben.
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    Produktionsschule
    Schüler/innen, die keine Versetzung in die Klassenstufe 9 erhalten haben oder von der Förderschule kommen, besuchen die Produktionsschule. Die Produktionsschule ist die Alternative zum schulischen BVJ mit einem hohen Praxisteil und der Möglichkeit, den (qualifizierten) Hauptschulabschluss zu erwerben.
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    Dualisierte/s Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) / Berufsgrundschule (BGS)
    Das Berufsgrundbildungsjahr/Die Berufsgrundschule richtet sich an Schüler/innen, die in die Klassenstufe 9 versetzt wurden und auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Innerhalb dieser Schulform absolvieren die Schüler/innen an zwei bzw. drei Tagen in der Woche ein betriebliches Praktikum. Das dualisierte Berufsgrundbildungsjahr, die dualisierte Berufsgrundschule gibt es an allen drei Standorten der Dr.-Walter-Bruch-Schule St. Wendel

    Alle oben genannten Schulformen werden von den Mitarbeiter/innen der Jugendberufshilfe sozialpädagogisch betreut.
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    Schulsprechstunden
    Seit dem Schuljahr 2015/2016 richten sich die sozialpädagogischen Hilfen an alle Schüler/innen an der Dr.-Walter-Bruch-Schule St. Wendel, unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Schulform. Alle Schüler/innen, die einen Beratungs-/ Betreuungsbedarf haben (ausgenommen Berufsschule), können dieses freiwillige Beratungsangebot in Anspruch nehmen.
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    Soziale Betreuung und Begleitung für junge Flüchtlinge in den Berufsbildungszentren (SBBF)
    Geflüchtete Jugendliche und /oder geflüchtete Schüler/innen aus Gemeinschaftsschulen, die die Schule verlassen (müssen), werden in Willkommens- oder Vorklassen nach ihren Bedürfnissen (intensive Deutsch lernen und Berufsorientierung) unterrichtet. Auch diese Klassen werden von den Mitarbeiter/innen der Jugendberufshilfe sozialpädagogisch betreut mit dem Ziel eine schulische/ berufliche Perspektive zu entwickeln.
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Gefördert mit Mitteln des Saarlandes und der Europäischen Union