Kolumne

Der Landrat informiert jeden Monat über das Neuste aus dem Landkreis

Oktober 2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Landkreis St. Wendel bleibt der sicherste Landkreis im Saarland. Dies geht aus der polizeilichen Kriminalitätsstatistik 2018 hervor, die Vertreter der St. Wendeler Polizeiinspektion während der jüngsten Kreistagssitzung vorstellten. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizei 3.330 registrierte Straftaten im Landkreis, 19 weniger als 2017. Im Saarland waren es insgesamt 70.873, die meisten davon im Regionalverband Saarbrücken. Die saarlandweit sichersten Gemeinden sind Oberthal, Marpingen und Namborn. Den Löwenanteil der registrierten Straftaten in unserem Landkreis bilden Diebstähle, gefolgt von Vermögens- und Diebstahldelikten; hierbei spielt das Internet als Tatort eine immer bedeutendere Rolle. Auch die Verkehrsunfallstatistik 2018 wurde während der Kreistagssitzung vorgestellt. Im vergangenen Jahr gab es 3.416 Unfälle im Kreis, ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2017 um 0,23 Prozent. Leider ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden im Vergleich zum Vorjahr um 2,48 Prozent gestiegen. Häufigste Unfallursache war erhöhte Geschwindigkeit, gefolgt von zu geringem Abstand. Verursacht werden die meisten Unfälle von Autofahrern zwischen 18 und 24 Jahren. Leicht gefallen ist die Anzahl der Wildunfälle in unserem Kreis. Dennoch bleibt der Wildwechsel in unserer ländlichen Region eine stete Gefahrenquelle. Daher hat die Verkehrsunfallkommission, bestehend aus Vertretern des Landkreises, der Polizei und Straßenverkehrsbehörde, in enger Absprache mit dem Kreisjagdausschuss des Landkreises St. Wendel angeregt, spezielle Schilder aufzustellen, die vor Wildwechsel warnen und Informationen zu den aktuellen Wildunfällen auf besonders betroffenen Streckenabschnitten zeigen. Die Standorte: die B 41 zwischen St. Wendel-Alsfassen und Namborn-Pinsweiler, die B 269 zwischen St. Wendel-Winterbach und Marpingen-Alsweiler sowie die B 420 zwischen St. Wendel-Marth und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz. Die Anzeige der aktuellen Unfallzahlen wird von der Straßenmeisterei St. Wendel nach entsprechender Information durch die Polizeiinspektion St. Wendel regelmäßig aktualisiert. Dadurch sollen Verkehrsteilnehmer für die Risiken von Wildunfällen auf den Straßenabschnitten sensibilisiert werden.

Anfang September haben Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Saarbrücken und Vertreter der Kommunalen Arbeitsförderung – Jobcenter des Landkreises St. Wendel Hotels, Gaststätten und Pizzalieferdiensten in den Gemeinden Tholey und Nohfelden sowie in der Stadt St. Wendel unangekündigt kontrolliert. Ein Aktionstag, den wir gemeinsam mindestens einmal jährlich durchführen. Unsere Ziele: gemeinsam Schwarzarbeit und Sozialleistungsbetrug bekämpfen und für die Einhaltung des Mindestlohns sorgen. In unserem Landkreis, der eine Tourismus-Hochburg im Saarland ist, achten wir seit Jahren verstärkt darauf, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, insbesondere im Gaststättengewerbe, fair bezahlt und behandelt werden. Dank der intensiven Zusammenarbeit mit dem Hauptzollamt gelingt es uns, regelmäßig Präsenz zu zeigen und die zum Glück wenigen schwarzen Schafe in der Branche zügig zu erkennen.

Seit dem 1. Juli 2009 fahren in unserem Landkreis Nachtbusse – eine Erfolgsgeschichte! Seit zehn Jahren werden Nachtschwärmer aus dem Landkreis sicher, umweltschonend und kostengünstig aus der Stadt in ihre Wohnorte gebracht. Ein Angebote, das wir stetig verbessern. Heute fahren die Busse an Wochenenden und Feiertagen in jede Gemeinde und in alle dazugehörigen Orts- und Stadtteile des Landkreises. Ab dem 1. Oktober werden zusätzlich die saarVV-Zeitkarten und Semestertickets der saarländischen Hochschulen auf den Nachtbuslinien sowie auf den ausgewiesenen Anschlussverkehren anerkannt – so kann jeder, der eine gültige saarVV-Wochen-, Monats- bzw. Jahreskarte oder ein saarVV-Semesterticket besitzt, auf seiner Relation die Nachtbusse und die angebundenen Linien-Taxis nutzen, ohne wie bisher zusätzlich ein Nachtbusticket kaufen oder einen Taxizuschlag zahlen zu müssen. Und zum zehnten Geburtstag der Nachtbus-Linien in unserem Landkreis haben wir ein weiteres besonderes Angebot parat: Vom 1. Oktober 2019 bis zum 1. Oktober 2020 erstatten wir Nutzern der Nachtbusse im Landkreis St. Wendel zehn Fahrten: Einfach die Nachtbus-Tickets sammeln und beim Landkreis St. Wendel, Büro ÖPNV, Raum 101, Mommstraße 21, 66606 St. Wendel, Tel. 06581-8014540 oder 8014541, E-Mail: oepnv(at)lkwnd.de melden!


Ihr Landrat
Udo Recktenwald